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SUMMARY:Sascha Paar: Glorious Soil - Performance
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DESCRIPTION:Eine Person läuft auf einem Laufband. Neben ihr liegt Erde. Die
	 Bewegung setzt\nein und wiederholt sich\, ohne den Körper voranzubringen\
	, er bleibt in Bewegung\nund zugleich am selben Ort. Zwischen den Laufbewe
	gungen entstehen\nUnterbrechungen und Verschiebungen\, bevor die Person in
	 den Rhythmus des\nLaufbands zurückkehrt.\n\nDas Laufband steht für eine F
	orm von Arbeit\, in der Bewegung nicht mit\nFortbewegung gleichzusetzen is
	t. Der Körper nimmt einen Rhythmus auf\, hält ihn\naufrecht und muss doch 
	weitermachen. Der französische Choreograf und Theoretiker\nAndré Lepecki h
	at beschrieben\, wie Bewegung auch einem gesellschaftlichen\nImperativ fol
	gen kann: aktiv zu bleiben\, sich weiterzubewegen\, nicht stehen zu\nbleib
	en. Aus der Perspektive der embodied labour lässt sich zugleich fragen\, w
	ie\nsich Arbeit in den Körper einschreibt – in seine Bewegungen\, Rhythmen
	 und\nBelastbarkeit. Glorious Soil bringt diese beiden Perspektiven in ein
	e konkrete\nkörperliche Situation.\n\nSascha Paar verbindet diese Situatio
	n mit der industriellen Prägung seiner\nHerkunft. Als Sohn eines Fabrikarb
	eiters in Bruck an der Mur aufgewachsen\, kennt\ner eine Arbeitswelt\, der
	en Rhythmen über Generationen auch das Leben außerhalb\nder Fabrik bestimm
	t haben. Eisen- und Stahlindustrie sowie Papier- und\nZellstoffindustrie h
	aben in der Steiermark nicht nur Landschaften und\nArbeitsplätze geprägt\,
	 sondern auch Vorstellungen von Zeit\, Verlässlichkeit und\nLeistung. Schi
	chtarbeit ordnete den Alltag in Früh‑\, Spät- und Nachtschichten\;\nArbeit
	 und Freizeit\, Wochentage und Wochenenden folgten einem vorgegebenen\nRhy
	thmus. In Glorious Soil verbindet sich diese Erfahrung von Arbeit und\nein
	geprägten Arbeitsrhythmen mit der Frage nach Ort und Herkunft.\n\nDiese in
	dustrielle Ordnung verändert sich. Mit ihr verändern sich Arbeitsplätze\,\
	nRegionen und Lebensweisen. Der Anspruch\, sich zu bewegen\, aktiv und pro
	duktiv zu\nbleiben\, verschwindet jedoch nicht. Er nimmt andere Formen an.
	 Glorious Soil\nhält diesen Widerspruch in einer einfachen Situation fest:
	 Ein Körper bewegt\nsich\, unterbricht\, setzt wieder ein und bleibt dabei
	 am selben Ort.\n\nDie Performance Glorious Soil wird an einem Abend dreim
	al gezeigt\, jeweils zur\nvollen Stunde. Ihre Wiederholung wird damit selb
	st Teil der\nAufführungssituation: Die Arbeit erscheint nicht als einmalig
	es Ereignis\,\nsondern als Ablauf\, der sich innerhalb eines Abends mehrfa
	ch wiederholt.
URL:https://gancio.graz.events/event/sascha-paar-glorious-soil-performance
LOCATION:HALLE FÜR KUNST Steiermark - Burgring 2
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X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Eine Person läuft auf einem Laufband. Neben
	 ihr liegt Erde. Die Bewegung setzt ein und wiederholt sich, ohne den Körp
	er voranzubringen, er bleibt in Bewegung und zugleich am selben Ort. Zwisc
	hen den Laufbewegungen entstehen Unterbrechungen und Verschiebungen, bevor
	 die Person in den Rhythmus des Laufbands zurückkehrt.</p><p>Das Laufband 
	steht für eine Form von Arbeit, in der Bewegung nicht mit Fortbewegung gle
	ichzusetzen ist. Der Körper nimmt einen Rhythmus auf, hält ihn aufrecht un
	d muss doch weitermachen. Der französische Choreograf und Theoretiker Andr
	é Lepecki hat beschrieben, wie Bewegung auch einem gesellschaftlichen Impe
	rativ folgen kann: aktiv zu bleiben, sich weiterzubewegen, nicht stehen zu
	 bleiben. Aus der Perspektive der <em>embodied labour</em> lässt sich zugl
	eich fragen, wie sich Arbeit in den Körper einschreibt – in seine Bewegung
	en, Rhythmen und Belastbarkeit. <em>Glorious Soil</em> bringt diese beiden
	 Perspektiven in eine konkrete körperliche Situation.</p><p>Sascha Paar ve
	rbindet diese Situation mit der industriellen Prägung seiner Herkunft. Als
	 Sohn eines Fabrikarbeiters in Bruck an der Mur aufgewachsen, kennt er ein
	e Arbeitswelt, deren Rhythmen über Generationen auch das Leben außerhalb d
	er Fabrik bestimmt haben. Eisen- und Stahlindustrie sowie Papier- und Zell
	stoffindustrie haben in der Steiermark nicht nur Landschaften und Arbeitsp
	lätze geprägt, sondern auch Vorstellungen von Zeit, Verlässlichkeit und Le
	istung. Schichtarbeit ordnete den Alltag in Früh‑, Spät- und Nachtschichte
	n; Arbeit und Freizeit, Wochentage und Wochenenden folgten einem vorgegebe
	nen Rhythmus. In <em>Glorious Soil</em> verbindet sich diese Erfahrung von
	 Arbeit und eingeprägten Arbeitsrhythmen mit der Frage nach Ort und Herkun
	ft.</p><p>Diese industrielle Ordnung verändert sich. Mit ihr verändern sic
	h Arbeitsplätze, Regionen und Lebensweisen. Der Anspruch, sich zu bewegen,
	 aktiv und produktiv zu bleiben, verschwindet jedoch nicht. Er nimmt ander
	e Formen an. <em>Glorious Soil</em> hält diesen Widerspruch in einer einfa
	chen Situation fest: Ein Körper bewegt sich, unterbricht, setzt wieder ein
	 und bleibt dabei am selben Ort.<br><br>Die Performance <em>Glorious Soil<
	/em> wird an einem Abend dreimal gezeigt, jeweils zur vollen Stunde. Ihre 
	Wiederholung wird damit selbst Teil der Aufführungssituation: Die Arbeit e
	rscheint nicht als einmaliges Ereignis, sondern als Ablauf, der sich inner
	halb eines Abends mehrfach wiederholt.</p>
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