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SUMMARY:The Passage – Übergang\, selma banich und Marijana Hameršak in Koll
	aboration mit dem Women to Women Kollektiv
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DESCRIPTION:Eröffnung: Freitag\, 19.06.2026\,  18 Uhr\n„Wenn die Toten den 
	Lebenden die Augen öffnen“ - Gespräch im Anschluss an die\nAusstellungserö
	ffnung: 19:30 Uhr\n\nEs diskutieren:\nselma banich\n        Marijana Hamer
	šak (Institut für Ethnologie und Volkskunde\, Zagreb)\n        Kollektiv „
	Women to Women“ (Zagreb)\n        Petra Leschanz (Autorin\, Border Crossin
	g Spielfeld)\n        Anna Distelberger (SOS Balkanroute)\n\nSamstag\, 20.
	6.2026.\, 15:30 Uhr\nCause of Death: Border von Barbara Matejčić\nÖffentli
	che Vorführung des dokumentarischen Hörspiels\, gefolgt von einer\nFrageru
	nde mit der Autorin (weitere Infos siehe unten)\n\nWeitere Öffnungszeiten:
	 20.-30.06.2026\nMo\, Di\, Mi\, Do: 15:00 – 18:00 Uhr\nFr\, Sa\, So: 15:00
	 – 19:00 Uhr\n\n\nDas „Passage Memorial“ ist eine Sammlung von Gedenkportr
	äts\, die mit rotem und\nschwarzem Garn auf pflanzlich gefärbtem Stoff gef
	ertigt wurden und ein\nwanderndes Denkmal bilden\, das all jenen gewidmet 
	ist\, die an Grenzen und im\nNamen von Grenzen ums Leben gekommen sind. In
	dem wir an das Leben der Menschen\nerinnern\, die auf dem Migrationsweg au
	f dem Balkan ums Leben gekommen sind –\nLeben\, die dem unerbittlichen eur
	opäischen Todesregime zum Opfer fielen –\, rufen\nwir zu einem Akt der Auf
	arbeitung auf\, der den Weg für individuelle und\nkollektive Heilung ebnet
	: einen Übergang von der Normalisierung von\nGrenztragödien hin zu gemeins
	chaftlichem Lernen\, Empowerment und Fürsorge.\n\nDie Porträts wurden mit 
	großer Zärtlichkeit und Sorgfalt von Künstlerinnen\,\nForscherinnen\, Über
	setzerinnen und anderen Mitgliedern und Unterstützerinnen des\nKollektivs 
	„Women to Women“ sowie des Forschungsprojekts ERIM der Kroatischen\nWissen
	schaftsstiftung – „Das europäische Regime der irregulären Migration an der
	\nPeripherie der EU: von der Ethnografie zu Schlüsselbegriffen“ – im Rahme
	n einer\nReihe von Kunst- und Forschungsworkshops geschaffen\, die von Nov
	ember 2020 bis\nFebruar 2021 in Zagreb stattfanden.\n\nAls künstlerische\,
	 gedenkende und dekoloniale Praxis baut das „Passage Memorial“\nauf früher
	en intensiven Kooperationen auf\, darunter das feministische\nProtestbanne
	r „They Can’t Kill Us All – Love & Rage“ des Kollektivs „Women to\nWomen“ 
	und von selma banich\, sowie die „Memorial Page“ von Transbalkan\nSolidari
	ty. Das „Passage Memorial“ basiert auf der ethnografischen Feldforschung\n
	von ERIM\, die im Sommer und Herbst 2020 im Landkreis Karlovac durchgeführ
	t\nwurde\, eine der am häufigsten genutzten und tödlichsten geheimen Passa
	gen von\nBosnien und Herzegowina in die EU.\n\nDas Künstler:innenkollektiv
	 „The Passage Memorial“: Ana Dana\, Chandrelle\,\nCyrille\, Ena\, Eva\, Fa
	tma\, Iva\, Ivna\, Jasenka\, Josipa\, Kiana\, Kimia\, Lija\,\nMadina\, Mar
	ijana\, Melike\, Mojca\, Nibal\, Romana\, Safaa\, Samaneh\, Saghar\, Sara\
	,\nSelma und Yazdan\nAusstellungsgestaltung: Ana Dana Beroš\nGrafikdesign:
	 Ena Jurov\nProduktion: RHIZOM und OOUR\n\nMehr über das Projekt: https://
	selmabanich.org/index#/the-passage/\n[https://selmabanich.org/index#/the-p
	assage/]\n\n\n\n------------------------------------------\nSamstag\, 20.6
	.2026.\, 15:30 Uhr\nCause of Death: Border von Barbara Matejčić\nÖffentlic
	he Vorführung des dokumentarischen Hörspiels\, gefolgt von einer\nFragerun
	de mit der Autorin\nDauer: 45 Min.\, Original mit englischen Untertiteln\n
	\n„Wir haben zwei Möglichkeiten: zu sterben oder den Traum zu verwirkliche
	n“\,\nsagen Migrant:innen in Bosnien und Herzegowina\, die versuchen\, die
	 Grenze nach\nKroatien zu überqueren und in die Europäische Union zu gelan
	gen. Sie fliehen von\nüberall außerhalb Europas an einen Ort innerhalb Eur
	opas\, doch viele werden\nniemals ankommen. Die EU erwartet von Kroatien\,
	 dass es seine Außengrenze\nbewacht\, und Kroatien tut dies mit Eifer.\nHu
	nderte von anonymen Gräbern derer\, die ihren Traum nicht verwirklichen\nk
	onnten\, sind über Friedhöfe in Kroatien und Bosnien und Herzegowina verst
	reut.\nWer weiß\, wie viele Leichen noch unentdeckt sind.\nDie Autorin bes
	ucht Friedhöfe entlang der Balkan-Migrationsroute und spricht mit\nAktivis
	t:innen\, die Familien in Tausenden von Kilometern Entfernung dabei\nhelfe
	n\, ihre Angehörigen zu finden und zu identifizieren\, da die Bemühungen d
	er\nBehörden nur schleppend vorankommen. In Bosnien trifft sie einen afgha
	nischen\nMann\, dessen Verwandter in einem Fluss zwischen Bosnien und Kroa
	tien ertrunken\nist\, nachdem die kroatische Polizei auf das Schlauchboot\
	, in dem er sich befand\,\ngeschossen und es zum Sinken gebracht hatte. In
	 Marokko spricht sie mit dem\nVater eines jungen Mannes\, der in Kroatien 
	in einem Fluss ertrunken ist.\nSie alle sagen: Ihr Tod\, ihre Gräber sind 
	Denkmäler der Schande der EU\, denn\nnicht der Fluss hat sie getötet\, son
	dern das Grenzregime der EU.\nDie Dokumentation „Cause of Death: Border“ w
	urde für das renommierteste\neuropäische Radio- und Fernsehfestival\, den 
	Prix Europe 2024\, ausgewählt.\n\nAutorin: Barbara Matejčić\nProduktion: H
	örspielabteilung\, Kroatischer Rundfunk\, 2024\n\n\n----------------------
	--------------------\nSelma Banich (1979\, Jugoslawien) ist Künstlerin\, A
	ktivistin\,\nCommunity-Organisatorin\, Ausdruckstherapeutin und SLC-Betrei
	berin. Ihre\nkünstlerische Praxis basiert auf explorativer\, prozessorient
	ierter und\naktivistischer Arbeit und ist politisch vom Anarchismus und Fe
	minismus\ninspiriert. Selma arbeitet sowohl eigenständig als auch in Zusam
	menarbeit mit\nanderen Künstlerinnen\, Kuratorinnen\, Gemeinschaften und I
	nitiativen auf dem\ngesamten Balkan. Als Choreografin und Performerin hat 
	sie an zahlreichen Tanz-\,\nTheater-\, Opern- und Filmproduktionen mitgewi
	rkt. Sie engagiert sich in lokalen\nund transnationalen Solidaritätsinitia
	tiven im Zusammenhang mit aktuellen\nfeministischen\, antikolonialen\, ant
	ifaschistischen\, migrations- und\narbeitnehmer:innenbezogenen Kämpfen\, d
	arunter Zagreb Solidarity City\,\nSolidarityline Balkans\, For BREAD\, Str
	ike for Gaza und Unbowed Palestine. Selma\nerhielt mehrere Stipendien und 
	Auszeichnungen\, darunter die ArtsLink\nInternational Fellowships\, diea J
	ackman Goldwasser International Visiting Artist\nResidency\, die Akademie 
	Schloss Solitude\, das MuseumsQuartier\nArtist-in-Residence-Programm und d
	en Nada-Dimić-Preis mit den Kollektiven Women\nto Women und Sloga.\nhttps:
	//selmabanich.org/\n[https://selmabanich.org/]\nMarijana Hameršak ist wiss
	enschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie\nund Volkskunde in 
	Zagreb\, Kroatien. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen\nLiteraturgesch
	ichte und -theorie\, Lese- und Buchgeschichte\, Kinderliteratur\,\nVolksku
	nde sowie kritische Migrations- und Grenzstudien. Sie ist Autorin\nmehrere
	r Bücher und zahlreicher Sammelbände\, darunter zuletzt „Ekonomija i\nknji
	ževnost / Economy and Literature“ (zusammen mit Maša Kolanović und Lana\nM
	olvarec\, 2022) und „Keywords Balkanska ruta“ (Balkanroute\, zusammen mit 
	Iva\nPleše und Tea Škokić\, 2024).\nhttps://www.ief.hr/en/researchers/mari
	jana-hamersak/\n[https://www.ief.hr/en/researchers/marijana-hamersak/]http
	s://erim.ief.hr/\n[https://erim.ief.hr/]\nKollektiv „Women to Women“\nŽivi
	 Atelje DK (Lebendiges Atelier DK) ist eine unabhängige\, interdisziplinär
	e\,\nnichtstaatliche und gemeinnützige Organisation\, die sich mithilfe vo
	n Kunst mit\nIdentität\, Heilung und Gemeinschaftsbildung auseinandersetzt
	. Unser Ziel ist es\,\nindividuelle Stärke\, Potenziale\, Resilienz und So
	lidarität als Antwort auf die\nHerausforderungen des Lebens zu fördern\, a
	ls Teil eines umfassenderen sozialen\nWandels und der Gemeinschaftsbildung
	 durch Kunst.\nWir führen mehrere Programme durch\, darunter das No-Border
	s-Programm (das\nKollektiv „Women to Women“ und „No Borders: Integration o
	f Art – Art of\nIntegration“)\, die „Wandering Art Tea Academy“\, der „Cre
	ative Collective Space“\nund die Galerie DK (Glasbläserei\, Geschichtenerz
	ählen\, Keramik\, Cyanotypie und\nKünstler:innenresidenzen) sowie ein Proj
	ekt zur Bewahrung und Förderung des\nkünstlerischen Schaffens von Vera Daj
	ht-Kralj. Ihr Atelier sowie ihr\nkünstlerisches und spirituelles Vermächtn
	is stehen im Mittelpunkt all unserer\nAktivitäten.\nDas Kollektiv „Women t
	o Women“ ist ein zentrales Programm innerhalb der\nInitiative „No Borders“
	 bei Živi Atelje DK. Es bringt Frauen\, die Kroatien zu\nihrer Heimat mach
	en möchten\, mit Frauen zusammen\, für die Kroatien bereits\nHeimat ist – 
	durch engagierte Kunstpraktiken\, die darauf abzielen\, das\nWohlbefinden 
	und die Selbstbestimmung zu fördern und die Integration aller\nMenschen in
	 eine sich ständig weiterentwickelnde Gemeinschaft zu erleichtern.\nhttps:
	//www.ziviatelje.dk [https://www.ziviatelje.dk]\n\nBarbara Matejčić ist ei
	ne preisgekrönte freiberufliche Journalistin\, Forscherin\nund Audioproduz
	entin\, die sich auf soziale Themen und Menschenrechte\nspezialisiert hat.
	 Barbara schreibt regelmäßig für kroatische und internationale\nMedien. Si
	e arbeitet mit Medien- und Menschenrechtsorganisationen sowie mit\nKünstle
	rinnen\, Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen zusammen. Für ihre Arbeit\
	nüber Todesfälle von Migrantinnen\, die sie gemeinsam mit einem internatio
	nalen\nJournalist*innenteam durchgeführt hat\, wurde sie mit dem European 
	Press Prize\n(2024) und dem Investigative Journalism for Europe Award (202
	4) ausgezeichnet.\n\n\n\n(Image: Nina Đurđević)
URL:https://gancio.graz.events/event/the-passage-ubergang-selma-banich-und-
	marijana-hamersak-in-kollaboration-mit-dem-women-to-women-kollektiv
LOCATION:Rhizom - Annenstraße 52\, 8020 Graz
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CATEGORIES:Ausstellung,Eröffnung,Rhizom
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p><strong>Eröffnung: Freitag, 19.06.2026,&nbs
	p; 18 Uhr<br></strong>„<strong>Wenn die Toten den Lebenden die Augen öffne
	n“</strong> - Gespräch im Anschluss an die Ausstellungseröffnung: 19:30 Uh
	r</p><p>Es diskutieren:<br>        selma banich<br>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &n
	bsp; Marijana Hameršak (Institut für Ethnologie und Volkskunde, Zagreb)<br
	>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Kollektiv „Women to Women“ (Zagreb)<br>&nbsp;
	 &nbsp; &nbsp; &nbsp; Petra Leschanz (Autorin, Border Crossing Spielfeld)<
	br>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Anna Distelberger (SOS Balkanroute)<br><str
	ong><br>Samstag, 20.6.2026., 15:30 Uhr<br><em>Cause of Death: Border </em>
	von Barbara Matejčić<br></strong>Öffentliche Vorführung des dokumentarisch
	en Hörspiels, gefolgt von einer Fragerunde mit der Autorin<em> (weitere In
	fos siehe unten)</em><br><br><strong>Weitere Öffnungszeiten: 20.-30.06.202
	6</strong><br>Mo, Di, Mi, Do: 15:00 – 18:00 Uhr<br>Fr, Sa, So: 15:00 – 19:
	00 Uhr<br><br><br> Das „Passage Memorial“ ist eine Sammlung von Gedenkport
	räts, die mit rotem und schwarzem Garn auf pflanzlich gefärbtem Stoff gefe
	rtigt wurden und ein wanderndes Denkmal bilden, das all jenen gewidmet ist
	, die an Grenzen und im Namen von Grenzen ums Leben gekommen sind. Indem w
	ir an das Leben der Menschen erinnern, die auf dem Migrationsweg auf dem B
	alkan ums Leben gekommen sind – Leben, die dem unerbittlichen europäischen
	 Todesregime zum Opfer fielen –, rufen wir zu einem Akt der Aufarbeitung a
	uf, der den Weg für individuelle und kollektive Heilung ebnet: einen Überg
	ang von der Normalisierung von Grenztragödien hin zu gemeinschaftlichem Le
	rnen, Empowerment und Fürsorge.<br><br> Die Porträts wurden mit großer Zär
	tlichkeit und Sorgfalt von Künstler<em>innen, Forscher</em>innen, Übersetz
	er<em>innen und anderen Mitgliedern und Unterstützer</em>innen des Kollekt
	ivs „Women to Women“ sowie des Forschungsprojekts ERIM der Kroatischen Wis
	senschaftsstiftung – „Das europäische Regime der irregulären Migration an 
	der Peripherie der EU: von der Ethnografie zu Schlüsselbegriffen“ – im Rah
	men einer Reihe von Kunst- und Forschungsworkshops geschaffen, die von Nov
	ember 2020 bis Februar 2021 in Zagreb stattfanden.<br> <br> Als künstleris
	che, gedenkende und dekoloniale Praxis baut das „Passage Memorial“ auf frü
	heren intensiven Kooperationen auf, darunter das feministische Protestbann
	er „They Can’t Kill Us All – Love &amp; Rage“ des Kollektivs „Women to Wom
	en“ und von selma banich, sowie die „Memorial Page“ von Transbalkan Solida
	rity. Das „Passage Memorial“ basiert auf der ethnografischen Feldforschung
	 von ERIM, die im Sommer und Herbst 2020 im Landkreis Karlovac durchgeführ
	t wurde, eine der am häufigsten genutzten und tödlichsten geheimen Passage
	n von Bosnien und Herzegowina in die EU.<br> <br>Das Künstler:innenkollekt
	iv „The Passage Memorial“: Ana Dana, Chandrelle, Cyrille, Ena, Eva, Fatma,
	 Iva, Ivna, Jasenka, Josipa, Kiana, Kimia, Lija, Madina, Marijana, Melike,
	 Mojca, Nibal, Romana, Safaa, Samaneh, Saghar, Sara, Selma und Yazdan<br>A
	usstellungsgestaltung: Ana Dana Beroš<br>Grafikdesign: Ena Jurov<br>Produk
	tion: RHIZOM und OOUR<br><br>Mehr über das Projekt:<u>&nbsp;</u><a target=
	"_blank" href="https://selmabanich.org/index#/the-passage/"><u>https://sel
	mabanich.org/index#/the-passage/</u></a><br><br></p><p>-------------------
	-----------------------<br><strong>Samstag, 20.6.2026., 15:30 Uhr<br><em>C
	ause of Death: Border </em>von Barbara Matejčić<br></strong>Öffentliche Vo
	rführung des dokumentarischen Hörspiels, gefolgt von einer Fragerunde mit 
	der Autorin<br>Dauer: 45 Min., Original mit englischen Untertiteln</p><p>„
	Wir haben zwei Möglichkeiten: zu sterben oder den Traum zu verwirklichen“,
	 sagen Migrant:innen in Bosnien und Herzegowina, die versuchen, die Grenze
	 nach Kroatien zu überqueren und in die Europäische Union zu gelangen. Sie
	 fliehen von überall außerhalb Europas an einen Ort innerhalb Europas, doc
	h viele werden niemals ankommen. Die EU erwartet von Kroatien, dass es sei
	ne Außengrenze bewacht, und Kroatien tut dies mit Eifer.<br>Hunderte von a
	nonymen Gräbern derer, die ihren Traum nicht verwirklichen konnten, sind ü
	ber Friedhöfe in Kroatien und Bosnien und Herzegowina verstreut. Wer weiß,
	 wie viele Leichen noch unentdeckt sind.<br>Die Autorin besucht Friedhöfe 
	entlang der Balkan-Migrationsroute und spricht mit Aktivist:innen, die Fam
	ilien in Tausenden von Kilometern Entfernung dabei helfen, ihre Angehörige
	n zu finden und zu identifizieren, da die Bemühungen der Behörden nur schl
	eppend vorankommen. In Bosnien trifft sie einen afghanischen Mann, dessen 
	Verwandter in einem Fluss zwischen Bosnien und Kroatien ertrunken ist, nac
	hdem die kroatische Polizei auf das Schlauchboot, in dem er sich befand, g
	eschossen und es zum Sinken gebracht hatte. In Marokko spricht sie mit dem
	 Vater eines jungen Mannes, der in Kroatien in einem Fluss ertrunken ist.<
	br>Sie alle sagen: Ihr Tod, ihre Gräber sind Denkmäler der Schande der EU,
	 denn nicht der Fluss hat sie getötet, sondern das Grenzregime der EU.<br>
	Die Dokumentation „Cause of Death: Border“ wurde für das renommierteste eu
	ropäische Radio- und Fernsehfestival, den Prix Europe 2024, ausgewählt.<br
	><br>Autorin: Barbara Matejčić<br>Produktion: Hörspielabteilung, Kroatisch
	er Rundfunk, 2024<br><br><br>------------------------------------------<br
	><strong>Selma Banich</strong> (1979, Jugoslawien) ist Künstlerin, Aktivis
	tin, Community-Organisatorin, Ausdruckstherapeutin und SLC-Betreiberin. Ih
	re künstlerische Praxis basiert auf explorativer, prozessorientierter und 
	aktivistischer Arbeit und ist politisch vom Anarchismus und Feminismus ins
	piriert. Selma arbeitet sowohl eigenständig als auch in Zusammenarbeit mit
	 anderen Künstler<em>innen, Kurator</em>innen, Gemeinschaften und Initiati
	ven auf dem gesamten Balkan. Als Choreografin und Performerin hat sie an z
	ahlreichen Tanz-, Theater-, Opern- und Filmproduktionen mitgewirkt. Sie en
	gagiert sich in lokalen und transnationalen Solidaritätsinitiativen im Zus
	ammenhang mit aktuellen feministischen, antikolonialen, antifaschistischen
	, migrations- und arbeitnehmer:innenbezogenen Kämpfen, darunter Zagreb Sol
	idarity City, Solidarityline Balkans, For BREAD, Strike for Gaza und Unbow
	ed Palestine. Selma erhielt mehrere Stipendien und Auszeichnungen, darunte
	r die ArtsLink International Fellowships, diea Jackman Goldwasser Internat
	ional Visiting Artist Residency, die Akademie Schloss Solitude, das Museum
	sQuartier Artist-in-Residence-Programm und den Nada-Dimić-Preis mit den Ko
	llektiven Women to Women und Sloga.<br><a target="_blank" href="https://se
	lmabanich.org/"><u>https://selmabanich.org/<br></u></a><strong><br>Marijan
	a Hameršak</strong> ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Et
	hnologie und Volkskunde in Zagreb, Kroatien. Zu ihren Forschungsschwerpunk
	ten zählen Literaturgeschichte und -theorie, Lese- und Buchgeschichte, Kin
	derliteratur, Volkskunde sowie kritische Migrations- und Grenzstudien. Sie
	 ist Autorin mehrerer Bücher und zahlreicher Sammelbände, darunter zuletzt
	 „Ekonomija i književnost / Economy and Literature“ (zusammen mit Maša Kol
	anović und Lana Molvarec, 2022) und „Keywords Balkanska ruta“ (Balkanroute
	, zusammen mit Iva Pleše und Tea Škokić, 2024).<br><a target="_blank" href
	="https://www.ief.hr/en/researchers/marijana-hamersak/"><u>https://www.ief
	.hr/en/researchers/marijana-hamersak/<br></u></a><a target="_blank" href="
	https://erim.ief.hr/"><u>https://erim.ief.hr/<br></u></a><strong><br>Kolle
	ktiv „Women to Women“<br></strong>Živi Atelje DK (Lebendiges Atelier DK) i
	st eine unabhängige, interdisziplinäre, nichtstaatliche und gemeinnützige 
	Organisation, die sich mithilfe von Kunst mit Identität, Heilung und Gemei
	nschaftsbildung auseinandersetzt. Unser Ziel ist es, individuelle Stärke, 
	Potenziale, Resilienz und Solidarität als Antwort auf die Herausforderunge
	n des Lebens zu fördern, als Teil eines umfassenderen sozialen Wandels und
	 der Gemeinschaftsbildung durch Kunst.<br>Wir führen mehrere Programme dur
	ch, darunter das No-Borders-Programm (das Kollektiv „Women to Women“ und „
	No Borders: Integration of Art – Art of Integration“), die „Wandering Art 
	Tea Academy“, der „Creative Collective Space“ und die Galerie DK (Glasbläs
	erei, Geschichtenerzählen, Keramik, Cyanotypie und Künstler:innenresidenze
	n) sowie ein Projekt zur Bewahrung und Förderung des künstlerischen Schaff
	ens von Vera Dajht-Kralj. Ihr Atelier sowie ihr künstlerisches und spiritu
	elles Vermächtnis stehen im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten.<br>Das Ko
	llektiv „Women to Women“ ist ein zentrales Programm innerhalb der Initiati
	ve „No Borders“ bei Živi Atelje DK. Es bringt Frauen, die Kroatien zu ihre
	r Heimat machen möchten, mit Frauen zusammen, für die Kroatien bereits Hei
	mat ist – durch engagierte Kunstpraktiken, die darauf abzielen, das Wohlbe
	finden und die Selbstbestimmung zu fördern und die Integration aller Mensc
	hen in eine sich ständig weiterentwickelnde Gemeinschaft zu erleichtern.<b
	r><a target="_blank" href="https://www.ziviatelje.dk"><u>https://www.zivia
	telje.dk</u></a><u><br></u><strong><br>Barbara Matejčić</strong> ist eine 
	preisgekrönte freiberufliche Journalistin, Forscherin und Audioproduzentin
	, die sich auf soziale Themen und Menschenrechte spezialisiert hat. Barbar
	a schreibt regelmäßig für kroatische und internationale Medien. Sie arbeit
	et mit Medien- und Menschenrechtsorganisationen sowie mit Künstler<em>inne
	n, Aktivist</em>innen und Wissenschaftler<em>innen zusammen. Für ihre Arbe
	it über Todesfälle von Migrant</em>innen, die sie gemeinsam mit einem inte
	rnationalen Journalist*innenteam durchgeführt hat, wurde sie mit dem Europ
	ean Press Prize (2024) und dem Investigative Journalism for Europe Award (
	2024) ausgezeichnet.<br><br><br><br>(Image: Nina Đurđević)</p>
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	ollaboration mit dem Women to Women Kollektiv
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