NACHBARN von Christine Teichmann, szenische Lesung
Nachbarschaftshilfe ist etwas Schönes, besonders wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht. Aber wie mit den seltsamen Geräuschen aus der angrenzenden Wohnung umgehen, und warum kommt das Gefühl auf, dass die Reparatur der verstopften Abwasch langsam die Verfasstheit der bürgerlichen Familie unterspült? Aus Dankbarkeit wird Gereiztheit, aus Hilfeleistung wird Wegschauen, bis es zur finalen Auseinandersetzung bei und zwischen den Nachbarn kommt.
Das Vier-Personen-Stück „Nachbarn“ beschäftigt sich mit den Themenfeldern Pazifismus, Neutralität, chronischer Erkrankung und Gewalt gegen Frauen* am Beispiel einer Familie, die Vorgänge in der Nachbarwohnung bemerkt, aber sich nicht einig ist, wie sie darauf reagieren soll.
Das Stück begleitet diese Prozesse in Form einer Tragikomödie, durchaus komische Dialoge und Situationen entfalten erst mit der Zeit ihre Bedeutung und nehmen das Publikum mit auf eine Reise in die (vielleicht) eigenen Abgründe, während es sich unterhält.
Mit Christine Teichmann, Lena Pöltl, Michael Brantner und Alexander Kropsch
Inszenierung: Alexander Mitterer